50 Jahre – äh Folgen – achtercast! Das große Jubiläum steht an. Man sind wir schon alt. Und daher fragen wir uns in achtercast Folge 50, wie alt eigentlich die Freizeitparks sind, über die wir dauernd und am häufigsten reden. Außerdem begeben wir uns in die Niederlande und beleuchten die Achterbahnschmiede Vekoma genauer für euch.

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achtercast Folge 50: So alt sind die Freizeitparks.

Über manche Parks sprechen wir häufiger, über andere weniger. Das liegt im Grunde daran, dass selbst wir nicht überall waren. Bei denen, die wir öfter erwähnen, haben wir diese Altersliste für euch recherchiert. Interessant, wie alt manche Parks schon sind!

Tripsdrill (1929)92
Efteling (1952)69
Phantasialand (1967)54
Holiday Park (1971) (Name Holiday Park ab 1973)50
Walibi Holland (1971) (geöffnet als Flevohof)50
Europa Park (1975)46
Hansa Park (1977) als Hansaland (vorher Legoland)44
Heide Park (1978)43
Disneyland Paris (1992)29
Movie Park (1996)25
Energylandia (2014)7

Dit is Vekoma.

Hauptthema bei achtercast Folge 50 ist aber: Vekoma. Dieser Achterbahnhersteller wird gleichzeitig geliebt und gehasst. Sicher ist, dass wahrscheinlich jede und jeder von euch schon eine Vekoma-Achterbahn gefahren ist, da sie so verbreitet sind. 

Die Schmiede aus den Niederlanden startete 1926 mit Bau und Vertrieb von landwirtschaftlichen Geräten und hat Mitte der 70er angefangen, Achterbahnen zu bauen. (50er Zubehör für den Bergbau, 1967 erstes Riesenrad)

Gegründet wurde Vekoma von Hendrik op het Veld als Veldkoning. Später (1950er) wurde die Firma vom Sohn Gerard übernommen und in Vekoma (Veld Koning Machinefabriek) umbenannt. Mit Stand von 2021 hat Vekoma 393 in der Welt gebaut.

Blick auf die Details.

Der Durchbruch in den 70ern kam durch eine Kooperation mit Arrow Dynamics (USA). Vekoma fungierte als Arrows europäische Niederlassung und übernahm Schienen- und Zugdesign. Arrow ging später pleite. Vekoma blieb.

In den 90ern ging es dann richtig ab: Größte Absatzmärkte sind seither Europa und Asien. Hier gab es im USA-Vergleich zwar deutlich geringere Investitionsmöglichkeiten, aber dadurch wurde die Vekoma-Strategie entwickelt, die wir euch gleich genauer erklären. Seit 2018 gehört Vekoma zum japanischen Unternehmen Sansei Technologies. Name, Ausrichtung und Personal blieben aber unangetastet.

Platzierung am Markt mit Strategie.

Vekoma-Strategie: Produkte, die nicht eigens für den jeweiligen Park entwickelt werden. Das führt zu sinkenden Entwicklungs- und Produktionskosten. Parks bekommen dann zwar keine Unikate, aber aufwändige Achterbahnen zu einem günstigeren Preis.

achtercast Folge 50: Vekoma-Wissen.

  • Markante Schiene: MK-1200: Schienenbreite 1200mm und das Patent ist von Arrow abgekauft. Zu finden beim Boomerang, SLC, Flying Dutchman.
  • Hat grandiose Bahnen hervorgebracht (Colorado Adventure, Hals-über-Kopf oder FLY) und durch die Vekoma-Strategie auch viele Klone, allen voran Boomerangs und SLCs. Bzw. schon baugleiche Anlagen 1979/80 Super Wirbel (Holiday Park), Tornado (Walibi Belgium) und Corkscrew (Alton Towers).
  • Einen ganz besonderen Status hat Python (1981) (Double-Loop Corkscrew) in Efteling. Die damals größte Loopingachterbahn Europas ist in den Niederlanden so ikonisch und bekannt, dass sie 2018 abgerissen (außer Station, Lift und Bremsbereich) und 1:1 an gleicher Stelle neu aufgebaut wurde.
  • Problem bei den älteren Bahnen sind oft (nicht immer) die mittelmäßigen bis schlechten Fahreigenschaften. So haben wir Vekoma auch kennengelernt. Die heutigen Achterbahnen sind da komplett anders.
  • Sie arbeiten viel mit Disney zusammen z. B. bei den Sieben Zwerge Coastern und TRON Lightcycle Run (Disney World + Shanghai Disneyland), Space Mountain Paris, Big Thunder Mountain Paris, Expedition Everest (Animal Kingdom).
  • Bonus: Vekoma baut auch Fahrgeschäfte. Das bekannteste ist sicher das Mad House (Villa Volta, Merlins Magic Castle, Feng Ju Palace). 
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